Fulltextsuchung

erweitertes Aufsuchen ...

Aktuelles Wetter

Aktuelles Wetter:

6.2. 2012

polojasno

Tägliche Temperaturen -10/-6°C, in 1000m Höhe -15°C.
Nachttemperaturen -19/-15°C.

Kalender

Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 1 2 3 4

Navigation

Inhalt

Geschichte der Burg, des Schlosses und der Stadt
 
Die majestätische Burg auf dem hohen Felsen inmitten des tiefen Tals über dem Fluss Teplá (Tepl) steigt mit ihren Schlössern auf einem Felsenrücken mit einem malerisch gelegen Städtchen hinunter. Der Beginn der hiesigen Besiedlung finden wir im frühen Mittelalter, wann das Zollhaus an Stelle der jetzigen Kirche stand und die Kreuzung der wichtigen Landeswege bewachte. Die Burg in heutiger Lage wird zum erstenmal im J. 1314 im Zusammenhang mit der tschechischen Kolonisation als Sitz des tschechischen Geschlechts Hrabišicové von Ossegg (Osek) in Erinnerung gebracht. Das Geschlecht der Herren von Ossegg, später von Riesenberg geschrieben, widmete sich dem Zinnbergbau und im J. 1399 gelang es ihnen, die Gemeinde zur Stadt zu ernennen. Die Burg und umfangreiche Herrschaft besassen diese Herren bis zum Anfang des 15. Jahruhunderts. Danach wurden die Besitzer oft gewechselt, in der Zeit der Hussitenkriege wurde die Burg von dem Hussitenhauptmann Jakoubek von Vřesovice ausgeplündert. Im Jahre 1495 haben die Petschauer Herrschaft die Pflugs von Rabenstein (Pluhové z Rabštejna) gekauft, die sich weiter dem Bergbau gewidmet haben und infolgedessen reich wurden. In Slaggenwald (Slavkov) haben sie sich ein prächtiges Haus gebaut, in dem sie ab und zu wohnten. Kašpar Pflug von Rabenstein, der Lutheraner war und zu den mächtigsten Herren im Königreich gehört hat, hat an der Spitze des ersten Ständeaufstandes gegen Ferdinand I. von Habsburg gestanden. Nachdem der Aufstand bezwungen wurde, wurde er aller Meissen entflohen. Nach dem Antritt des neuen Herrschers durfte er nach Böhmen zurückkehren, er hat aber bis zu seinem Tod (1585) ohne den Besitz und frühere Würden in Falkenau (Sokolov) gelebt. Petschauer Herrschaft hat weiterhin meistens als Verpfändung für die Schulden der Kaiserkammer gedient. Der Dreissigjährige Krieg hat der Prosperität des Zinns Schluss gemacht, wann die Burg gründlich befestigt und vom Heer besetzt wurde. Nach dem Kriegsende ist die ganze Herrschaft im Niedergang und Zerfall geraten. Die Petschauer Burg wurde als "wüste" Burg genannt und ein grosser Teil der Befestigung musste besitigt werden. Seit 1624 war die Burg im Besitz von Questenbergs. Im J. 1752, in dem die Kaiserin auf die Königsrechte für Petschau verzichtet hat, wurde diese Burg vom Geschlecht Kaunitz (Kounicové) gewonnen, unter dessen Herrschaft das spätbarocke Schlossgebäude mit der Brücke über den ehemaligen Burgraben gebaut wurde. Im J. 1813 hat die ganze Herrschaft der belgische Herzog Fridrich Beaufort-Spontini gekauft. In den folgenden Jahren wurden anstelle der alten nicht genügenden Wege neue Strassen in Richtung nach Pilsen, Karlsbad und Marienbad gebaut, die bis heute in Betrieb sind. Petschau wurde sogar in der Hälfte des 19. Jhdts. zum Sitz des Kreisgerichtes. Am Anfang der 70-er Jahre des 19. Jhdts. zum hat Beaufort alle Häusern am Fluss unter der Burg niederreissen lassen und hat an deren Stelle einen Park errichtet. Zu diser Zeit wurden einige Bauherrichtungen durchgeführt, bei denen vieles auf Grund von Vorschlägen des Architekten Josef Zítek niedergerissen wurde. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Herrschaft wegen aktiver Zusammenarbeit Beauforts mit den Nazis konfisziert und den verschieden Benutzern verteilt. Das Schloss wurde als Schule verwendet, der Pflugpalast und die Burg sollten zu einem Museum werden. Im J. 1969 hat das ganze Burg- und Schlossgelände das Pilsner Denkmalschutzinstitut bekommen und man hat allmählich mit der Rekonstruktion begonnen. Die Arbeiten haben im J. 1996 kulminiert, wann das Barockschloss festlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Zuerst wurde hier die Ausstellung der westböhmischen Gotik vorgestellt, später wurde hier die aus den zurückgegebenen Mobilien die Schlossexposition installiert, die sich jetzt im zweiten Stock befindet, denn der ganze erste Stock ist dem unikaten "Fund des Jahrhunderts"- dem romanischen Reliquiar von Sankt Maurus gewidmet. 

Woraus hat die Herrschaft gelebt und ist reich geworden

 

    Die Anfänge von Petschau hängen mit der Kreuzung der wichtigen Landeswege zusammen, bei deren Durchfahrt die Mautpflicht war, was dem Boreš von Riesenberg im J. 1387 vom König Václav IV. bestätigt wurde.
    Die Besitzer der Herrschaft haben den grössten Reichtum in dem Zeitraum von 13. bis 16. Jhdt. durch die Förderung von Gold- und Silbererz und insbesondere von Zinn gewonnen. Die Zinnförderung hat in der ersten Hälfte des 16. Jhdts. (Renaissance) kulminiert, das Zinnerz aus diesem Gebiet war das beste in Europa. Kašpar Pflug von Rabenstein hat 1509 eine Ordnung für den Zinnbergbau herausgegeben, die die Silberbergwerke schon hatten. Darin wurde das ältere Ortsgewohnheitsrecht verankert. Der Reichtum war jedoch so verlockend und deshalb hat sich der Kaiser darauf auf Grund des königlichen Zinnmonopols geltend gemacht. Weil dises Monopol im ganzen Königreich geltend gemacht wurde, haben sich auch die Schlicks um ihre Erträge aus den Silberbergwwerken besorgt und die Situation hat zum ersten Ständeaufstand und zum sog. Schmalkaldenkrieg geführt. Fast keine Bereitwilligkeit der übrigen Stände wurde zur Ursache der niedrigen Landesbereitschaft und schliesslich der Niederlage in der Schlacht bei Mühlberg im J. 1547. Den reichsten Teil von Bergwerken und Wäldern hat sich der Kaiser behalten (davon später der Name des Gebietes - "Kaiserwald"), aber die Entwicklung der Städte auf Grund der Zinnförderung und Zinngiesserei ist weitergegangen. Es wurden die komplizierten Bergwerkvorschriften ausgearbeitet, die nach Bedarf geändert und modifiziert wurden.
 
Für die Bergbauzwecke hat man viel Holz für Schacht- und Stollenzimmerung und für die Brennaurbeit bei der Anwendung der Methode der Feuerlockerung benötigt. Das hat zum grossen Holzfällen und zur folgenden Entwicklung der Forstwirtschaft. Geführt. Das Holz musste zum Verbraucher befördert werden, man hat nicht nur die Wege für Holzflössen gebaut. Das Wasser war auch zur Zinnwäsche und Erzausschwemmen nötig. Für die Abführung des nicht erwünschten Wassers, das die Bergwerke überschwemmt hat, wurden allmählich sinnreiche Wasserwege, Kanäle und Speicherbecken gebaut. Das hiesige Wassersystem hat zu den grössten in Europa gehört und es gibt später ein ähnliches vielleicht nur im Harz und in der Umgebung der slowakischen Stadt Selmecz-Bánya (Bánská Štiavnice).

 

Das Wappen der Herren von Ossegg

 

Formerly the Hrabišics, later of Rýzmburk. An important house, whose member Boreš (1226-1277) - first mentioned as the owner of Bečov - was a footman of King Václav I. He forced the rebellious prince, later King Přemysl Otakar I, to return the throne to his father. In 1260 he fought at the Battle of Cresy, and "having seized the waggons of the Hungarian king he gained enormous spoils". Besides Bečov they also owned the estates of Osek, Duchcov, Bochov, Źlutice. In the 16th century the family became poor and died out.

 

Die Herren Pflug von Rabenstein

 

Waren ain altes böhmisches Wladika-Geschlecht, das im 15. Jhdt. zum Adelstand erhoben wurde. Hanuš, der der höchste Kanzler von Königreich Böhmen (1533-1537) war, hat den Bergbau unterstützt und dank der Erträge aus dem Bergbau hat er zu den reichsten Herren in Böhmen gehört. Sein Neffe Kašpar hat die hohe Stellung und auch den Besitz geerbt und hat die Bauten in Petschau vermehrt. Nach der Niederlage des Ständeaufstandes hat er alles verloren, er hat sich das Leben durch die Flucht nach Meissen gerettet. Nach der erlaubten Rückkehr ist er 1583 gestorben und mit ihm ist der böhmischte Geschlechtszweig ausgestorben.

  

Questenbergs
waren ein deutsches Adelsgeschlecht, sie wurden für die Dienstleistungen dem Kaiser im Dreissigjährigen Krieg zum Adelstand erhoben. Der kaiserliche Sekretär Gerhart hat 1624 die konfiszierten Burgen Petschau und Jaroměřice nad Rokytnou bekommen. Mit dem Tod von Jan Adam endet das Geschlecht im J. 1752. 


 

Beaufort - Spontini - Geschlecht
ist aus Belgien gekommen. Petschau haben sie 1813 gekauft.