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Die Ortsgeschichte

Die Burg Bečov wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts von dem Geschlecht von Ossek gegründet, dem sie danach zusammen mit der Herrschaft fast zwei Jahrhun...derte gehörte. Zur grössten Entwicklung der Burganlage kam es gegen Ende des 15. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wo die Burg der Familie Pflug von Rabštejn gehörte. Am höchsten auf dem Felsen liegt die gotische Burg, die im Laufe der im Stil der Frührenaissance durchgeführten Umgestaltung durch Steinportale und Wandmalereien verziert wurde. Der Burghof ist von einem viereckigen Turm mit der eingebauten Kapelle und von dem Pflugschen Palast mit Pferdeställen eingesäumt. Unterhalb der Burg steht das Schloss aus dem 18. Jahrhundert, das einen Renaissancekern aufweist. Die romantischen Umgestaltungen nach den Plänen der Architekten Zítek und Mocker wurden nur in minimalen Umfang umgesetzt.

Die Burg

Die Burg besteht aus der Vorburg, von der wir nur ihre Umrisse kennen, und aus dem Burgkern, der sich auf einem Felsvorsprung befindet. Der Eingang in die Burg wurde vonhrad einem rundlichen Turm, dem sogenannten Bergfried geschützt. Gegenüber erhob sich ein länglicher Turm, in den - wahrscheinlich später - die Kapelle der Mariä Heimsuchung eingebaut wurde. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde in der nordwestlichen Ecke des Burgkerns ein mächtiger viereckiger Donjon-Turm erbaut, der von einem Burggraben umgeben wurde. Die Bauentwicklung der Burganlage wurde durch den im Stil der Frührenaissance erbauten Trakt vervollständigt, der beide viereckigen Türme verband. 

Der Donjon

Die Innenräume dieses vierstöckigen Wohnturmes belegen hohe ästhetische Ansprüche unddonjon den Komfort des damaligen Wohnens. Zu den auffallendsten Merkmalen gehören die kunstvollen Portale, Kamine mit flachen Ziegelschornsteinen, Malereien in den Herrengemächern, Aborte an Kragsteinen, einzigartige gotische und Renaissanceeinrichtungen aus Holz, gemalte Balkendecken und barocke Dachstühle. 

Der Verbingungsflügel

Um ihre gesellschaftlichen Bedürfnisse zu befriedigen, erbauten die Pflugs von Ra...bštejn zwischen den beiden Türmen einen Flügel, der ein Erdgeschoss und zwei geräumige Stockwerke umfasste, wo sich lichte Speisezimmer mit grossen Fenstern befanden.

 

Das Schloss

Das spätbarocke Schloss wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Dominik Ondřej zámekKounic, einem Nachfolger der Familie Questenberk, fertiggestellt. Im ungewöhnlich angelegten Schlossgebäude dominiert ein Turm, der auf dem Grundriss der aus dem Dreissigjährigen Krieg stammenden Lacrons Bastion erbaut wurde. Die barocke Schlossbrücke führt zu einem im Stil der Frührenaissance erbauten Eingangsportal, das früher mit einer älteren Fallbrücke versehen war.

Der Maurusschrein

Der Maurusschrein stellt das wertvollste Ausstellungsstück und eine Antiquität vonmaur europäischer Bedeutung dar. Dieser Reliquienbehälter wurde im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts für die Benediktinerabtei von Florennes (im heutigen Belgien) hergestellt, um die sterblichen Überreste der Heiligen Johannes des Täufers, Maurus und Timotheus aufzubewahren. Der hölzerne Schrein ist mit reichen Goldschmiedeverzierungen bedeckt. Die Statuetten, die die zwölf Apostel, Jesus Christus und St. Maurus darstellen, wurden aus vergoldetem Silberblech verfertigt. Auf dem Dach des Reliquienschreins befinden sich Reliefe aus demselben Material, die verschiedene Szenen aus dem Leben von St. Johannes dem Täufer, St. Maurus und St. Timotheus zeigen. Die in künstlerischer und handwerklicher Hinsicht ausserordentliche Dekoration umfasst also Filigrane aus vergoldetem Kupfer, Edelsteine, antike Gemmen und Emailplatten mit Szenen aus dem Alten Testament und mit geometrischen Motiven. Nachdem das Kloster während der Französischen Revolution ausgeplündert worden war, wurde der Reliquienschrein in einer örtlichen Kirche abgelegt. Alfred de Beaufort kaufte ihn 1838 von den kirchlichen Behörden und liess ihn reparieren. Nach einer Ausstellung wurde der Maurusschrein 1838 nach Bečov überführt. Weil die Beauforts NSDAP- und SS-Mitglieder waren, mussten sie gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die Tschechische Republik verlassen. Vorher versteckten sie jedoch den Reliquienschrein unter dem Fussboden der Burgkapelle. Nach einer ganzjährigen Fahndung wurde die schon schwer beschädigte Antiquität dort am 5. November 1985 von tschechischen Kripo-Beamten aufgefunden. Nach der anspruchsvollen und langjährigen Restaurierung ist der Maurusschrein nun im klimatisierten Tresorraum mit einem unüberwindlichen Sicherheitssystem präsentiert. Die einzigartige Begleitausstellung macht die Besucher mit der ereignisreichen Geschichte dieser Antiquität und mit deren anspruchsvoller Restaurierung bekannt.  

Der Bergfriedbergfrit

Der Burgkern wurde von einem rundlichen Turm geschützt, der als das letzte Refugium der Burgbesitzer diente. Im Jahre 1623 musste er wegen seines schlechten Bauzustandes beträchtlich in der Höhe abgetragen werden. Der erhaltene sechs Meter hohe Teil wurde im 19. Jahrhundert in eine Aussichtsterrasse umgewandelt. 

Der Pflugsche Palast

In der Mitte des 16. Jahrhunderst konnte die Burg die Ansprüche der Renaissancezeit nicht mehr befriedigen, weshalb dort der Pflugsche Palast errichtet wurde, der aus drei Häusernhrad bestand. Von den ursprünglichen Räumen blieben nur das gewölbte Erdgeschoss und interessante Gemächer des ehemaligen Archivs im Stockwerk erhalten. Der repräsentative Palast, der auch zu Wohnzwecken diente und später im klassizistischen Stil umgestaltet wurde, bewahrt in seiner Mauer oberhalb der Schlossgärten die Masse der gotischen Schanze. 

Die Pferdeställe

Das im 18. Jahrhundert erbaute Gebäude der ehemaligen Pferdeställe befindet sichkonírna gegenüber dem Pflugschen Palast. In seiner nordöstlichen Mauer oberhalb der Zufahrtsstrasse bewahrt es die ehemalige gotische Schanze.

 

 

Die Forstverwaltungúřednický dům

Das Amtsgebäude, wo auch die Forstverwaltung residierte, wurde im 19. Jahrhundert auf den Burgschanzen erbaut.

 

Die Schlossküchekuchyně

Das Barockgebäude war ursprünglich mit dem Schloss durch einen gedeckten Umgang verbunden, um die Speisen bequemer auftragen zu können. Im ersten Stockwerk ist eine einzigartige, mit einem Uhrwerk getriebene Grilleinrichtung zu sehen.

Die Keller der Bierbrauerei

Die Keller sind ein Überrest der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausklepfgelösten Bierbrauerei. Die von den Schlossterrassen zugänglichen Keller wurden im romantischen Geist als damals modische Grotto-Höhlen gestaltet. Auf der grossen, heute gepflasterten Terrasse oberhalb der Keller standen einst grosse Treibhäuser. 

Die Schlossgärten und der Park

Die Schlossgärten und der Park an der entgegengesetzten Seite der Burganlage sind ein Ergebnis der komplizierten Entwicklung der Anlage und zugleich der Garten- und Landschaftsarchitektur. Besonders wertvoll ist vor allem der Schlossgarten, der die Überreste der ursprünglichen Barockgärten umfasst und zugleich die architektonischen Trends des 19. und 20. Jahrhunderts reflektiert. Der grösste Teil der Gärten befindet sich an der Stelle des ehemaligen Burggrabens und der Bierbrauerei. Der Garten ist in sechs Terrassen gegliedert, die untereinander durch Treppen verbunden sind und einen sehr reizvollen Raum darstellen. Zu den charakteristischen Ausdrucksmitteln der Gärten gehörten statische und dynamische Wassereffekte sowie die in regelmässige Ornamente und Formationen geformten Anpflanzungen. Der vor allem mit Laubbäumen bepflanztparke Park an der Berglehne in der Biegung des Flusses Teplá entstand im erkauften und niedergerissenen Teil der Vorburg. Er beweisst das gesteigerte Interesse an der Garten- und Landschaftsarchitektur an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert.

Die Sala terrena

Der Konflikt zwischen dem Bedürfnis einer "modernen" Sala terrena und den sallRaumbeschränkungen rief eine ganz ungewöhnliche Lösung hervor. Die vom Garten unter der Brücke zugängliche Sala terrena befindet sich im Raum der Kanonenbastion aus der Zeit des Dreissigjährigen Krieges.

 

 

Der Kutschenraumkočárovna

Das klassizistische gewölbte Erdgeschossgebäude diente zum Parken von Kutschen. In dem südlichen Teil befindet sich ein Stall für ein Pferd, wo Marmortröge zu sehen sind. 

Die Burggrafenresidenz

Die im klassizistischen Stil umgestaltete Residenz des Burggrafen (des Verwalters) be...wahrt die Überreste eines gotischen Gebäudes. Ihr Portal ist ein Ausdruck der sächsischen Renaissance.