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Reliquiar des heiligen Maurus

die Beschreibung des Maurusschreins
- der Mauruschrein gehört zu den sogenannten Häuschen- oder Tumbenreliquiaren. Der Maurusschrein wurde verfertigt, um die sterblichen Überreste von St. Johann dem Täufer, St. Maurus und St. Timotheus zu aufbewahren. Der Maurusschrein ist rechteckiges Grundrisses von einer Grösse 140x42 Zentimeter und ist 65 Zentimeter hoch. Der ursprüngliche Schrein ist durch eines Nussholzkern ersetzt geworden. Die Ausschmückung besteht aus den zwölf Reliefs, den vierzehn Statuetten aus dem vergoldeten Silberblech, den Edelsteine und Halbedelsteine, den antiken Gemmen, Filigrane und Emails.
Kurze Geschichte des Maurusschreins
- der Reliquienschrein wurde verfertigt, um die sterblichen Überreste von St. Johann dem Täufer, St. Maurus und St. Timotheus zu aufbewahren, welche die Benediktinerabtei in Florennes (im heutigen Belgien) als ein Geschenk von Reims im 11. Jahrhundert erwarb.
- das Kloster wurde nach der Französischen Revolution aufgelöst. Der Maurusschrein wurde nach alten Urkunden in eine Sakristei der Pfarrkirche abgelegt. Der beschädigte Maurusschrein wurde im Jahre 1838 vom Herzog Alfred Beaufort-Spontin gekauft. Er liess den Reliquiar auf seine eigenen Kosten reparieren und danach lieh er die Antiquität für die Ausstellung in Brüssel. Im Jahre 1888 wurde dann der Maurusschrein von den Beauforts nach Bečov nad Teplou überführt.
- gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mussten die Beauforts die Tschechoslowakei verlassen, weil ihre adelige Familie zu dem faschistischen Regime Deutschlands loyal war. Wahrscheinlich unmittelbar vor der Flucht aus dem Lande versteckten die Familienmitglieder den Reliquiar unter den Fussboden der gotischen Burgkapelle. Für lange 40 Jahre blieb die wertvolle Antiquität in der Erde liegen...
- die neuzeitliche Geschichte des Maurusschreins begann im 1984. Ein Geschäftsmann aus den Vereinigten Staaten besuchte das tschechoslowakische Konsulat in Wien und bot 250 000 USD für eine versteckte Antiquität. Die Kripo-Beamten nahmen an allen Verhandlungen mit dem amerikanischen Geschäftsmann teil und bemühten sich, aus seinen Andeutungen und Anspielungen zu auskundschaften, wofür er sich interessieren könnte.
- mit grossen Hoffnungen nahmen die Kripo-Beamten am 4. November 1985 eine grudlegende und systematische Durchsuchung der gesamten Burg- und Schlossanlage Bečov. In den Nachtstunden des nächsten Tages, d. h. am 5. November, entdeckten sie den Maurusschrein in der gotischen Burg unter dem Brettfussboden der gotischen Burgkapelle der Maria Heimsuchung.
- nach der Entdeckung wurde der Reliquiar dem Kunstgewerbemuseum in Prag geliehen, das die erste Expertise erarbeitet hat. Der Maurusschrein wurde als das Denkmal unberechnenbares Wert bewert und sein Export kam nicht in Frage.
- wegen ungeeignete Aufbewahrung in der feuchten Erde war der Maurusschrein im sehr schlechten Zustand und er hat Facheingriff erfordet. Systematische Restaurierungsarberiten konnten erst nach einer komplizierten Berichtigung der güterrechtlichen Beziehungen im Jahre 1991 beginnen. 
- das Denkmalinstitut in Pilsen hat sich anspruchsvolles und langwieriges Prozesses der Restaurierung angenommen. Die Restaurierung verlief unter der Aufsicht von zwei Fachkomissionen, wobei auch ausländische Fachleute konsultiert wurden, vor allem diejenigen aus Aachen und Köln am Rhein. Es war nötig die vergessene mittelalterliche Goldschmiedekunst zu anzueignen und die neue Restaurierungsmethoden zu entwickeln.
- die Restaurierung dauerte 11 Jahre. Der Reliquiar wurde zerlegt und gesäubert, die Edelsteine wurden herausgenommen und gesäubert und die Reliefe wurden gesäubert und repariert. Es war nötig einen neuen Kern herzustellen, weil der ursprüngliche Kern konnte nicht mehr benutzen. Der Maurusschrein wurde im Jahre 2002 komplett renoviert.






